+++

Unsere Vertreter für die Stadt Linden: Magistrat Petra Braun - Fraktion Marc Bausch, Joachim Schaffer, Hartmut Schau

+++

+++

Unsere Vertreter für die Stadt Linden: Magistrat Petra Braun - Fraktion Marc Bausch, Joachim Schaffer, Hartmut Schau

+++

+++

Unsere Vertreter für die Stadt Linden: Magistrat Petra Braun - Fraktion Marc Bausch, Joachim Schaffer, Hartmut Schau

+++

Aktuelles der FWG

Tempo 30

Gießener Anzeiger, 15. Oktober 2026

Tempo 30 in Hüttenberger Straße

Schulwege-Sicherungsplan der Burgschule Großen-Linden hat den Ausschlag gegeben
 

Linden – Tempo 30 gilt nun durchgehend in der Hüttenberger Straße (L3129) in Großen-Linden von der Gabelung aus Hüttenberg/Lützellinden bis zur Frankfurter Straße. Bisher war lediglich der Abschnitt zwischen Fronhof- und Frankfurter Straße als Tempo-30-Zone ausgewiesen.

Im November 2025 hatten sich die Anwohner mit einem offenen Brief über die Stadt an Hessen Mobil als zuständigen Straßenbaulastträger gewandt. Aufgrund des zunehmenden Lkw-Verkehrs, überhöhter Geschwindigkeiten und erheblicher Lärmbelastung wurden Tempo 30, ein Lkw-Durchfahrtsverbot über 3,5 Tonnen sowie gegebenenfalls bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung mit dem Ziel, die Wohn- und Lebensqualität sowie die Sicherheit insbesondere für Kinder und ältere Menschen zu verbessern, gefordert. Vor allem der schlechte Zustand der Fahrbahn, der den Lärm zusätzlich verstärkt, wodurch die Wohn- und Schlafqualität erheblich beeinträchtigt wird, wurde angeführt.

Bürgermeister Fabian Wedemann (CDU) konnte nun dem Anliegervertreter Jörg Bechthold die frohe Kunde überbringen, dass es nun Tempo 30 in der Hüttenberger Straße gibt. Jedoch nicht etwa ihre Initiative, sondern der Schulwege-Sicherungsplan der Burgschule Großen-Linden hat dafür den Ausschlag gegeben. Hinsichtlich der schlechten Straßendecke sind die Anwohner der Hüttenberger mit jenen der Frankfurter und der Alte-Heer- und Moltkestraße im Bunde – und können bis 2030 auf keine Verbesserungen hoffen.

Dazu verwies Wedemann auf das im Juli vorgestellte Landeserhaltungsprogramm 2026 bis 2030 von Hessen Mobil. Auf Anfrage erklärte Jan Ochtendung von Hessen Mobil, dass angesichts von rund 2.000 bewerteten potenziellen Erhaltungsmaßnahmen an hessischen Landesstraßen eine Priorisierung nach Dringlichkeit erforderlich sei. Neben dem Straßenzustand würden dabei auch die Verkehrssicherheit, die Verkehrsqualität, die Wirtschaftlichkeit und die Auswirkungen auf das Umfeld berücksichtigt. Ein schlechter Fahrbahnzustand allein führe daher nicht zwangsläufig zu einer hohen Priorität für eine Sanierung. Letztlich wurden 333 Sanierungsmaßnahmen, darunter auch vier im Landkreis Gießen, aufgenommen. „Aufgrund der genannten Kriterien konnten die L3475 (Frankfurter Straße) und L3129 in Linden nicht in die veröffentlichten Listen zu geplanten Sanierungsprojekten aufgenommen werden.“

Der zum 1. April dieses Jahres fortgeschriebene Schulwegplan der Burgschule zeigt konkrete Wege auf und benennt zugleich Stellen, an denen besondere Vorsicht geboten ist. Im Mittelpunkt stehen dabei gerade auch die Frankfurter und die Hüttenberger Straße. In beiden wurde daraufhin die Tempo-30-Zone erweitert. Für Kinder, die im Bereich der Hüttenberger Straße, der Falltorstraße oder im vorderen Bereich der Frankfurter Straße bis zur Einmündung der Hüttenberger Straße wohnen, sieht der Schulwegplan eine Route über die Hüttenberger Straße vor. Anschließend soll die Frankfurter Straße an der Ampel am Kettenplatz überquert werden. Von dort führt der empfohlene Schulweg über die Junkergasse, die Nebengasse und die Obergasse weiter über die Ludwigstraße zur Burgschule. Als besonderer Gefahrenpunkt wird dabei die Engstelle der Frankfurter Straße auf Höhe eines Geschäfts mit Poststation genannt. Gerade dort kann es für Kinder unübersichtlich werden. Der Schulwegplan der Burgschule versteht sich nach den Worten von Schulleiterin Sabine Wagner als Orientierungshilfe für Eltern und Kinder. Gerade jüngere Schülerinnen und Schüler sollten den Weg möglichst gemeinsam mit ihren Eltern kennenlernen und die empfohlenen Querungsstellen praktisch üben. Der Schulwegplan weist bestimmte Stellen ausdrücklich als Gefahrenpunkte aus.

THOMAS WISSNER