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Unsere Vertreter für die Stadt Linden: Magistrat Petra Braun - Fraktion Marc Bausch, Joachim Schaffer, Hartmut Schau

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Aktuelles der FWG

Bauarbeiten im Stadtzentrum

Gießener Anzeiger, 08. Oktober 2026

 Neuer Belag bietet mehr Sicherheit

 Bauarbeiten im Lindener Stadtzentrum schreiten sichtbar voran – Mögliche Ansprüche

 Linden – „Wir sind voll im Zeitplan und es wurden auch keine falschen Steine geliefert“, stellte Bürgermeister Fabian Wedemann (CDU) bei einer Baubesprechung in der Elisabeth-Schwarzhaupt-Straße im Lindener Stadtzentrum fest. In der Stadt kursierende Gerüchte hatten von einer Baupause aufgrund der Lieferung falscher Steine berichtet. Dem ist nicht so, wie nun das Stadtoberhaupt im Beisein der am Straßenausbau beteiligten Firmenvertreter festhielt. Die Bauarbeiten haben im August begonnen und der Endausbau rund um das Seniorenzentrum schreitet sichtbar voran.

Gleichzeitig wird die Zufahrt von der Theodor-Heuss-Straße umgebaut. Auch angrenzende Bereiche sind von den Arbeiten betroffen. So wird ein Teilstück der Kurt-Schumacher-Straße/Klausegasse grundhaft erneuert. Zudem werden in zwei Abschnitten neue Wasserleitungen verlegt. Insgesamt werden rund 2150 Quadratmeter Straßenfläche hergestellt oder erneuert. Hinzukommen etwa 180 Meter neue Wasserleitungen. Während der Arbeiten kommt es in dem Bereich zu Einschränkungen für den Verkehr.

Dass die Stadt den Endausbau heute selbst übernimmt, hat allerdings eine längere Vorgeschichte. Ursprünglich war der Ausbau nicht Aufgabe der Kommune. Nach dem Erschließungsvertrag sollte die „Betreutes Wohnen Linden Elisabeth-Schwarzhaupt-Straße Fischer Steinbrecher GbR“ den Endausbau der Straße übernehmen. Dazu kam es jedoch nicht. Die Gesellschaft hat sich inzwischen aufgelöst. Die Elisabeth-Schwarzhaupt-Straße blieb deshalb über Jahre weitgehend im Zustand einer Baustraße. Für die Anwohner bedeutete dies Einschränkungen, insbesondere für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Die Stadt entschied sich schließlich,den Ausbau selbst in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig versucht sie, die ihr dadurch entstehenden Kosten gegenüber den damaligen Investoren geltend zu machen. Für den Endausbau der Elisabeth-Schwarzhaupt-Straße werden rund 160.000 Euro veranschlagt. Weitere rund 60.000 Euro entfallen auf den Umbau der Zufahrt von der Theodor-Heuss-Straße. Hinzu kommen die Kosten für die grundhafte Erneuerung des angrenzenden Straßenabschnitts. Insgesamt summieren sich die Arbeiten damit auf einen erheblichen Betrag. Die Stadt hatte bereits im vergangenen Jahr zusätzliche Mittel für die Maßnahme bereitstellen müssen. Zudem wurde ein Rechtsanwalt eingeschaltet, um mögliche Ansprüche gegenüber den damaligen Investoren zu prüfen und geltend zu machen. Vor allem für die Bewohner des Seniorenzentrums bedeutet der Straßenausbau eine erhebliche Verbesserung. Denn auf dem neuen Belag können sie sich mit Rollatoren oder Rollstühlen wesentlich angenehmer und sicherer fortbewegen.

THOMAS WISSNER