Gießener Anzeiger, 02. September 2026
Lindener Wehr bietet viel Programm

GABC-Vorführungen und Brandschutzerziehung prägten Tag der offenen Tür
Linden – Informationen, Vorführungen und viel Feuerwehrtechnik standen beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Großen-Linden auf dem Programm. Trotz des gerade für Autofahrer aufgrund der Baustellen und Sperrungen schlecht zu erreichenden Veranstaltungsorts zeigte sich Wehrführer Dennis Braun mit dem Besuch vollauf zufrieden.
Allerdings fanden aufgrund der Baustellensituation Ausstellung und Kinderspiele nicht wie gewohnt vor den Hallen, sondern dieses Mal auf dem Parkplatz hinter dem Feuerwehrgelände statt. Und hier hatten vor allem die Kinder ihren großen Spaß bei Wasserspielen, Bungee-Run und dem Umgang mit Feuerlöschern sowie vor den Hallen in einem großen Sandspielcontainer.
Zudem war auch das Brandschutzerziehungsmobil des Landkreises Gießen vor Ort. Der „Tag der offenen Tür“ stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von GABC (Gefahrstoff – atomar, biologisch, chemisch), wobei auch die Einsatzabteilung unter der Leitung von Dominik Schäfer ihre Vorführung mit dem Einsatz unter Chemikalienschutzanzug und anschließender Dekontamination, der Reinigung und Entkleidung der Einsatzkräfte nach dem Einsatz, gestellt hatte. Bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen verfügen die Spezialisten über besondere Messgeräte, Fahrzeuge und Schutzausrüstung. Gezeigt wurde die Arbeit mit Chemikalienschutzanzügen sowie das Messen und Sichern von Gefahrstoffen. Auch die Gefahrstoffübungsanlage der Feuerwehr Marburg war vor Ort, und der GABC-Zug (Gefahrstoff-Zug) des Landkreises Gießen, der bei Schadenslagen mit gefährlichen Stoffen zum Einsatz kommt, informierte an einem Stand über seine Aufgaben.
Neue Uniformen und Einsatzhelme
Ebenfalls an einem Stand informierten Mitglieder der Einsatzabteilung über ihre Uniformen, zeigten die Unterschiede der neuen gegenüber der alten und auch die künftigen Einsatzhelme wurden vorgestellt. Stadtbrandinspektor Dr. Alexander Weiß informierte im Vortrag „Katastrophenschutz in Linden – was Stadt und Bürger tun können“ über die persönliche Vorsorge. „Jeder Haushalt sollte in der Lage sein, sich zum Beispiel im Falle eines Stromausfalls zehn Tage selbst versorgen zu können“, betonte Weiß. Er gab praktische Hinweise zu Notvorräten und baulicher Vorsorge.
Wehrführer Dennis Braun moderierte nicht nur die beiden Vorführungen des Nachwuchses und der Aktiven, sondern leitete auch die beiden Führungen durch die Räumlichkeiten der Brandschützer, sodass die zahlreichen Besucher hier einen Blick hinter die Kulissen werfen konnten. Neben den Einsatzfahrzeugen der Wehr war auch ein100-Tonnen-Kran der Firma Amend samt 50-Meter-Ausleger vor Ort, der mit seiner technischen Leistungsfähigkeit ebenfalls für Aufmerksamkeit sorgte.
Jugend in Aktion am brennenden Holzstoß
Die Jugendfeuerwehr zeigte unter der Leitung von Jugendfeuerwehrwart Oliver Eberhard einen Löscheinsatz eines brennenden Holzstoßes. Zudem war auch die Schutzfrau vor Ort, Polizeioberkommissarin Lisa Romfeld, und bot kostenlose Fahrradcodierungen an. Auch dieses Angebot wurde gut angenommen und fast zwei Dutzend Drahtesel wurden mit einer Kennzeichnung versehen. Feuerwehr-Vorsitzender Kai Hilberg zeigte sich dankbar, dass gleich vier Vereine dem Aufruf des Vereins gefolgt waren, mitzuhelfen. So stellten CDU und SPD Thekenmannschaften, während das Musikcorps und der Karnevalverein Harmonien das Küchenteam der Feuerwehr unterstützten. Es gab neben Wurst und Pommes auch eine reichhaltige Kuchentafel am Nachmittag.
THOMAS WISSNER