Gießener Anzeiger, 03. Juli 2026
Letztes Überbleibsel der Lindenschule

Nach Pavillon-Abriss entsteht an der Burgschule ein Neubau für 7,5 Millionen Euro
Linden – Unmittelbar vor Beginn der Sommerferien haben die Bauarbeiten an der Burgschule in Großen-Linden begonnen. Vor 28 Monaten sorgte der unter aufwendigen Asbest-Sicherheitsmaßnahmen durchgeführte Abriss des ehemaligen Verwaltungstrakts der Lindenschule für Aufsehen. Nachdem inzwischen auch die Bodenplatte entfernt wurde, steht nun der zweigeschossige Pavillon als letztes Überbleibsel der Lindenschule vor dem Abriss.
Unmittelbar anschließend starten die Arbeiten für einen 7,5 Millionen Euro teuren Neubau, welcher angesichts gestiegener Schülerzahlen notwendig ist, um „gute räumliche Bedingungen für den Unterricht und für das schulische Ganztagsangebot zu schaffen“, wie Kreis-Pressesprecher Dirk Wingender auf Anfrage mitteilt. Nach dem Pavillon-Abriss müssen dann im Zuge die Kellerräume und die Fundamente zurückgebaut werden. „Im August sollen dann die Tiefbau und Kanalarbeiten starten, danach sukzessive alle anderen Gewerke.“
Moderne Hybridbauweise
Mit dem Neubau erhält die Burgschule zusätzliche Räume für Unterricht, Ganztagsbetreuung und eine neue Mensa. Dabei soll der Neubau auf dem einstigen Lindenschule-Areal auf der Ostseite des Schulgeländes als zweigeschossiges Multifunktionsgebäude in moderner Holz-Hybridbauweise errichtet werden. Im Erdgeschoss sind eine neue Küche, eine Mensa mit direktem Zugang zum Schulhof, Garderoben, Toiletten sowie Technik- und Hausmeisterräume vorgesehen. Im Obergeschoss entstehen Räume für die Ganztagsbetreuung, eine Bibliothek, mehrere flexibel nutzbare Lern- und Gruppenräume sowie ein Büro für die Ganztagskoordination.
Das Gebäude soll energieeffizient ausgestattet werden. Geplant sind Luft-Wasser-Wärmepumpen, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaikanlagen auf dem Dach sowie teilweise an der Fassade.Waren bisher nach dem Verwaltungstrakt-Abriss bereits erste Container auf dem Schulparkplatz aufgestellt worden, so wurden nun auf dem Gelände der angrenzenden TV Halle weitere Klassenraumcontainer aufgestellt, um den Raumbedarf der Schule während der Bauarbeiten decken zu können. Allerdings hatte sichdas Aufstellen der zusätzlichen Klassenraumcontainer um mehrere Wochen verzögert, weil die ursprünglich beauftragte Firma für deren Errichtung den Auftrag nicht erfüllen konnte und deshalb zunächst eine andere Firma gefunden werden musste. „Sollten im Zuge
der Verzögerung Mehrkosten entstehen, werden diese bei dem Unternehmen geltend gemacht, das den Auftrag nicht erfüllen konnte“, stellte Wingender zur Frage nach zusätzlichen Kosten klar.