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Unsere Vertreter für die Stadt Linden: Magistrat Petra Braun - Fraktion Marc Bausch, Joachim Schaffer, Hartmut Schau

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Aktuelles der FWG

Renovierung des Hüttenberger Heimatmuseums

Gießener Anzeiger, 18. August 2026

Ältestes Museum in Mittelhessen

Stadt Linden plant 375.000 Euro für Sanierung und Renovierung des Hüttenberg Heimatmuseums ein

Linden – Lange hinter Putz verschwundene, mittlerweile 254 Jahre alte Fachwerkbalken wurden nun an der Frontseite direkt neben dem Motiv der Trachtenträgerin und auf der Ostseite des Hüttenberger Heimatmuseums in Leihgestern freigelegt. Was es damit auf sich hat, verrät Lindens Bürgermeister Fabian Wedemann (CDU), zugleich auch kraft Amtes Vorsitzender des Förderkreises Hüttenberger Heimatmuseum Leihgestern. Bereits in dessen letzter Jahreshauptversammlung wurde über den Zustand des seit 1952 als Museum genutzten Gebäudes diskutiert und eine Untersuchung zum Gebäudezustand angekündigt.

„Wir haben einen Architekten für Denkmalpflege damit beauftragt und dieser hat im Zuge der Untersuchungen festgestellt, dass die Schäden umfangreicher sind als ursprünglich angenommen.“ Im städtischen Haushalt waren für dieses Jahr bereits 60.000 Euro für Maßnahmen am Gebäude eingestellt, doch ist man mittlerweile bei etwas mehr als der sechsfachen Summe angelangt.

Verantwortlich für die Kostenexplosion ist dieses Mal jedoch nicht der Bausektor, sondern der Gebäudeschaden: Laut Stadtoberhaupt sind es insbesondere Bereiche mit Wassereintritt und daraus resultierende Folgeschäden. „Dafür kann niemand was, das ist einfach das Alter und diesem entsprechend. Die vom Architekten erstellte Kostenschätzung beziffert allein die Beseitigung dieser konkreten Schäden auf rund 170 000 Euro.“ In dieser Summe noch nicht berücksichtigt sind dringend erforderliche Maßnahmen für den Brandschutz wie auch die Erneuerung der Elektroanlage sowie auch die energetische Verbesserung dieser. „Für die Jahre 2027 und 2028 sind daher insgesamt 375.000 Euro für Sanierung und Renovierung des Heimatmuseums eingeplant. Darüber muss aber letztendlich die Stadtverordnetenversammlung entscheiden“, so Wedemann. Von den in diesem Jahr veranschlagten 60.000 Euro wurden

bislang knapp 10.000 Euro für Untersuchungen und Planungsleistungen verwendet. Die erforderliche Umsetzung wurde aufgrund der aktuellen Situation und Haushaltslage ins kommende Jahr verschoben.

„Wir dürfen weder ausschreiben noch vergeben, wenn die Finanzierung nicht sichergestellt ist. Die verbleibende Zeit in diesem Jahr soll genutzt werden, um Ausschreibung und Vergabeverfahren vorzubereiten sowie Fördermittel zu beantragen. Ziel ist es, alle Voraussetzungen zu schaffen, damit die Sanierung nach Haushaltsgenehmigung zügig umgesetzt werden kann.“

Dies alles sieht Wedemann auch als eine Verpflichtung an, sei doch gerade das Hüttenberger Heimatmuseum neben der Kirche das bekannteste Gebäude des Stadtteils, das mehr als die Geschichte des Ortes die der Region präsentiere. Ebenfalls fühle man sich dem Ehrenamt in besonderer Weise verpflichtet, werde das älteste Museum in Mittelhessen doch seit über vier Jahrzehnten von einem ehrenamtlichen Museumsführer mit großem Engagement und bemerkenswerter Leidenschaft betreut und geprägt.

THOMAS WISSNER