Neues Dach für Volkshalle

Gießener Anzeiger, 27. Juni 2024

Volkshalle braucht neue Überdachung

Bahnbrücke

Dach und Dachstuhl müssen erneuert werden – Brückensperrung ab Mitte 2026

Linden (twi). Eine aktuelle und eine künftige Baustelle prägten die Magistratsmitteilungen von Bürgermeister Fabian Wedemann zu Beginn der Lindener Stadtverordnetensitzung.

So habe der beauftragte Architekt zur aktuellen Situation der seit mittlerweile fast zwei Jahren gesperrten Volkshalle in Leihgestern vergangene Woche mitgeteilt, dass das Dach samt Dachstuhl komplett erneuert werden müsse. Dies auch aufgrund der Nutzung als Versammlungsstätte mit entsprechender Brandschutzdecke. »Bevor er in die Planung geht, wird er den Bestandsschutz noch mal mit der Bauaufsicht prüfen. Sobald dies geklärt ist, wird der Bauantrag gestellt. Parallel dazu startet dann die Ausschreibung der Handwerkerleistungen mit dem Ziel, die Halle dieses Jahr wieder in Betrieb zu nehmen«, so Wedemann.

Ampelregelung nicht mehr möglich

Der Bürgermeister teilte zudem mit, dass ab Mitte 2026 die Brücke, die beide Stadtteile verbindet und unter der die Main-Weser-Bahn verkehrt, komplett gesperrt werden soll. Hier stehen Sanierungsarbeiten bezüglich der Straßen zwischen dem Kreisel Stadtzentrum und dem Bergmann-Kreisel an. Bei der letzten Brückensanierung 1995 war noch eine Ampelregelung während der Sanierungsarbeiten möglich, doch die Vorschriften haben sich seitdem geändert. Auch der Lindener Rewe-Kreisel mit dem hölzernen Bergmann existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Zusätzlich zu dieser Maßnahme will Hessen Mobil Ende 2026 auch den Rad-/Fußweg zwischen Hörnsheim und Großen-Linden endlich realisieren, wobei es hier jedoch noch Probleme mit einem Anlieger gibt, der nicht bereit ist, seine zwei Meter Land an der geplanten Stelle zu verkaufen. Hier drohe ein Enteignungsverfahren, mit dem sich dann auch das Parlament zu befassen habe, aber hier gehe es um die Verkehrssicherheit und nicht persönliches Wohlbefinden. Zum desolaten Straßenzustand der Innerortsstraßen in Großen-Linden werde demnächst mit der neuen »Maßnahmenliste« der Landesregierung gerechnet, aus der hervorgehe, ob und welche Straßen in der Gemarkung ausgebessert werden müssen. »Danach müssen wir entscheiden, ob wir solange warten oder auf eigene Kosten handeln, im Rahmen von gegebenenfalls notwendigen Kanalsanierungen.«

Erstmalig in der Geschichte der Stadt Linden findet in zwei Wochen eine Verkehrsschau für Schul- und Kita-Wege statt. An diesem Termin werden auch Vertreter der Schulen und Kitas sowie Elternvertreter teilnehme. Dann werde sich auch die Frage von Karla Sell (Grüne) beantworten lassen, die bereits vor einem Jahr eine Ampel in der Wilhelmstraße in Leihgestern vom Bürgermeister eingefordert hatte und dazu diesmal nachfragte.

Genehmigt wurde mittlerweile der Antrag der Generationenbrücke, in Höhe des Sparkassengebäudes in Großen-Linden einen Lebensmittelschrank aufzustellen. Vergeben wurde mittlerweile der Auftrag für eine Starkregenanalyse. »Fließpfadkarten sind vorhanden, aber ungenau. Es ist jedoch ableitbar, dass die Gemarkung keinen größeren Gefahren ausgesetzt ist. Dies ist in Nachbarkommunen teilweise ganz anders, weshalb kein Zeitdruck bestand, das Thema so aber auch endlich abgearbeitet werden kann. Diese Maßnahme kostet uns wegen einer Förderung über 90 Prozent nur etwas unter 10 000 Euro«, erläuterte Wedemann.

Vandalismus und »Geschäfte«

Zur Neugestaltung des Ludwigsplatz in Großen-Linden liegt ein neuer Plan samt Kostenschätzung (400 000 Euro) vor, der in der nächsten Sitzung vorgestellt werden soll. Sorgen bereitet der Verwaltung zunehmend die Situation rund um Sportplatz und Spielplätze, die von Jugendlichen vereinnahmt werden. Dort werden Anlagen zerstört sowie »Geschäfte« getätigt. »Wir sind in enger Abstimmung mit Jugendpfleger, Ordnungsamt und Polizei wegen einer erhöhten Präsenz, insbesondere in den Abendstunden«, so das Stadtoberhaupt. Sollte sich die Situation nicht entspannen, sei eine Sperrung der Plätze in den Abendstunden unausweichlich, »wenn keine andere Ansprache hilft«.

Neu vergeben wurden die Jahresverträge für Sportplatzpflege (bis 2028), Straßen- und Tiefbau sowie Ingenieurleistungen (beide bis 2026). Nach der Sommerpause geht es mit dem Zukunftsprojekt »Linden 2036« weiter, nachdem die Ausschreibung der Projektsteuerung erfolgte und der beauftragte Steuerer in den Ausschusssitzungen berichten soll.

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