Volkshallendach Leihgestern undicht

Giessener Allgemeine, 24. November 2022

Aufgrund eines Wasserschadens ist die Volkshalle in Leihgestern seit dem Wochenende geschlossen. Betroffen ist auch das Dach der Halle. Wie es jetzt weitergeht, ist noch unklar.

von: Stefan Schaal

Die Volkshalle in Leihgestern ist seit dem vergangenen Wochenende geschlossen. Der Grund ist ein Wasserschaden, das Dach ist betroffen.

volkshalle m TextBürgermeister Jörg König erklärte, das Ausmaß des Schadens müsse noch von Fachleuten genauer untersucht werden. Diese, sagte er, müssten allerdings erst noch gefunden werden. Die Fachabteilung der Stadtverwaltung arbeite mit Hochdruck daran. Er sei am Freitag per Mail unterrichtet worden. »Es regnet an manchen Stellen hinein«, berichtete der Bürgermeister.

König sprach von einem »leichten Feuchtigkeitsproblem«. Wie leicht oder wie schwer der Schaden ist, muss sich allerdings erst noch zeigen. Ob für eine Reparatur auch die Photovoltaikanlage auf dem Dach entfernt werden müsste und aufwändige Arbeiten anstehen, könne man noch nicht sagen, erklärte er. Auch die Dauer der Schließung sei ungewiss. Die Situation sei »misslich«.

König berichtete von der aktuellen Schließung der Volkshalle am Dienstagabend im Lindener Sozialausschuss auf Nachfragen aus den Fraktionen der SPD und der CDU.

Der Ausschuss beschäftigte sich indes hauptsächlich mit einem Bericht der Jugendbeauftragten Franziska Schaffer-Gawenda (Freie Wähler). Sie hatte in den vergangenen Wochen und Monaten in Workshops mit Jugendlichen Ideen und Vorschläge erörtert.

Ein wesentlicher Wunsch der Jugendlichen ist demnach ein Treffpunkt draußen. »Die Jugendlichen haben den Eindruck, dass sie nirgendwo in der Stadt gerne gesehen und willkommen sind«, sagte Schaffer-Gawenda. »Wo sollen wir hin?«, hätten sie gefragt. Entweder stießen sie auf Ablehnung von Anwohnern oder Orte seien zu dunkel und ungemütlich.

Weitere Wünsche seien ein Jugendzentrum, das täglich geöffnet ist, eine neue Gestaltung der Jugendräume, eine Erhöhung der Attraktivität des Schwimmbads, eine öffentliche Bibliothek, ein Skaterpark und Kletterwälder. Sie schlagen auf dem Kunstrasenplatz einen Sonnenschutz vor. Bundesjugendspiele beispielsweise seien dort an heißen Tagen eine Qual. Im Stadtzentrum halten sie einen Trinkbrunnen für sinnvoll.

Die Jugendlichen haben außerdem Ideen für die Gestaltung des Ludwigsplatzes erarbeitet. Die Stadt ist kürzlich mit einer Bewerbung für eine Förderung im Rahmen des Landesprogramms »Zukunft lnnenstadt« leer ausgegangen.

Die Jugendlichen hätten nun Ideen vorgetragen, die ohne großen finanziellen Aufwand umsetzbar wären, berichtete Schaffer-Gawenda. Vorschläge sind beispielsweise ein Schachfeld aus Stein und Wasserspiele, mehr grüne Büsche und Blumen sowie die Einrichtung neuer Sitzplätze.

Außerdem sprechen sich die Jugendlichen für eine Spielecke für Kinder, Wasserstellen für Tiere, eine Freifläche zum Picknicken, einen Pavillon und gegebenenfalls eine Bühne für Aufführungen aus. Einen Trampelpfad könne man dort in einen offiziellen Weg umwandeln.

Die Vorschläge stießen auf breite Zustimmung und Wohlwollen unter den Fraktionen. Auch König erklärte, mehrere Ideen wären kurzfristig und einfach umsetzbar. Matthias Spangenberg von der SPD-Fraktion appellierte, man sollte die Jugendlichen ermutigen, die Vorschläge weiter zu verfolgen »und sich selbst zu vertreten«.

Schaffer-Gawenda, die Jugendbeauftragte, bekräftigte, dass sich die Fraktionen die Vorschläge nicht aneignen, sondern den Jugendlichen überlassen und diese dabei unterstützt werden sollten. »Kein anderer sollte sich ihre Ideen auf die Fahnen schreiben«, sagte Schaffer-Gawenda.

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