Barrierefreier Zugang

Gießener Anzeiger, 10. Januar 2019

Keine bauliche Lösung in Sicht

Für barrierefreien Zugang von Leihgesterner Kirche zum Friedhof kommt eventuell doch noch der Treppenlift

 Von Thomas WißnerFriedhof Leihgestern

LEIHGESTERN. „Es gibt nicht für alles eine Lösung“, musste Bürgermeister Jörg König bereits im September 2016 eingestehen, als er bei einem Bürgergesprächstermin der Lindener CDU vor der Friedhofstreppe in Leihgestern stand. Und daran hat sich bis heute auch nichts geändert, da keine einvernehmliche Lösung gefunden wurde, die von Stadt, Kirchengemeinde und Denkmalschutzbehörde akzeptiert worden wäre.

Einen barrierefreien Zugang an dieser Stelle von der Leihgesterner Kirche zum Friedhof zu schaffen, hat das Stadtoberhaupt nicht aus den Augen verloren, musste jedoch in der letzten Stadtverordnetensitzung erneut einräumen, dass es hier keine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung gibt.

So berichtete König zuletzt, dass die geführten Gespräche mit Kirchenvorstand und Denkmalschutzbehörde „jedoch sehr ernüchternd“ verlaufen seien. Weder eine Rampenstrukturlösung noch eine Erhöhung der Zuwege sei seitens der Denkmalschutzbehörde möglich, weil diese den Standpunkt vertritt, dass jeder denkbare Eingriff das Denkmal in der jetzigen Darstellung negativ beeinflussen. Dabei handelt es sich jedoch nicht nur um das Ehrenmal an sich, sondern vor allem auch um die sich hinter dem Denkmal bereits auf dem Friedhofsareal befindenden acht Ehrentafeln „Zum Gedenken der Opfer von 1939-1945“. Und die einzige Möglichkeit hier einen barrierefreien Zugang zu schaffen, wäre eben durch diese Gedenkstätte. So ist aktuell lediglich die Möglichkeit eines Treppenlifts gegeben, wie König mitteilte. „Dieses Ergebnis werde ich in den nächsten Wochen noch mit dem Kirchenvorstand erörtern“, kündigte dieser an, um doch noch eine Möglichkeit zu finden. Der Leihgesterner Friedhof verfügt im Bereich Friedensstraße über einen barrierefreien Zugang. Allerdings ist dieser im Anschluss an eine in der Kirche stattfindende Trauerfeier mit anschließendem Gang zum Friedhof eher umständlich zu erreichen, weshalb ein barrierefreier Zugang über die Friedhofstreppe gesucht und nun wohl in Form eines Treppenlifts gefunden wurde, der zuvor noch als denkbar schlechteste Möglichkeit erachtet worden war.

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