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Ladesäulen

Gießener Anzeiger, 19. Juni 2024

»Erhebliche Lücken bei Ladesäulen«
E-Mobilität: Automobilclub ACE schaut sich in Linden Infrastruktur an

Ladesäulen

Kreis Gießen (twi). Gibt es in Deutschland genug Ladepower? Dieser Frage geht aktuell bundesweit der Automobilclub ACE-Auto Club Europa im Rahmen seiner diesjährigen Clubinitiative 2024 nach. 190 Schnell-Ladeeinrichtungen mit Ladeleistungen von 50 bis 300 kW werden so von den Ehrenamtlichen des Clubs in den kommenden Monaten unter die Lupe genommen.

Im Kreis Gießen startete Kreisvorsitzender Gerd Wegel (Biebertal) unterstützt von Michael Hermann und Roland Schiffer im Beisein des neuen Regionalbeauftragten Club und Ehrenamt Hessen Sascha Rehberg sowie dessen Kollege Volker Schork (Rheinland-Pfalz/Saarland) die Bewertungsaktion im Gewerbegebiet Lückebachtal in Großen-Linden.

Ehrenamtler prüfen Säulen

Allein in diesem Gebiet findet sich insgesamt 27 E-Ladesäulen, wobei zuletzt gerade der DM-Markt auf der Einfahrt aus nördlicher Richtung sichtlich mit gleich acht Ladestationen aufgerüstet hat. Dabei passen die vier Säulen genau zu jenen Vorgaben, die sich die bundesweit 700 Ehrenamtler des ACE anschauen sollen, nämlich strategisch wichtige Punkte für Autofahrer mit Schnell-Lade-Infrastruktur entlang von Autobahnen und Bundesstraßen.

»Nur wenn alles gut funktioniert und auch die Wartezeit erholsam ist, gelingt ein zügiges und sicheres Weiterkommen «, erklärt Wegel, der mit seinem Team anhand einer Checkliste etwa die Funktionalität und Bedienbarkeit der Ladepunkte, die Bezahlmöglichkeiten oder ob die Säulen barrierefrei zugänglich sind, prüft.

Und hier hapert es bereits auf den ersten Blick in Linden, gibt es einen hohen Bordstein zu den Ladesäulen und auch die Parkplätze sind nicht für Rollstuhlfahrer nutzbar, zu schmal. Von den vier Ladesäulen sind zwei für 150 kW und zwei für 300 kW ausgewiesen. Bei der Check-Aktion waren zwei belegt.

Bedienfeld nicht erreichbar

Rollstuhlfahrer erreichen noch nicht einmal das Bedienfeld der Säule, eben weil diese bordsteinbedingt höhergelegen ist. Ebenfalls eine Rolle bei den Checks spielt, dass Ladepunkte attraktiver gestaltet sein sollten. Deswegen liegt ein weiteres, besonderes Augenmerk auf dem Erholungsfaktor. Also ob etwa Möglichkeiten zum Entspannen, ein sauberes WC, ein öffentlicher WLAN-Zugang, eine Überdachung oder ein gastronomisches Angebot für eine Kaffeepause oder mehr vorhanden sind. »Pausen sind wichtig, schnelles Laden auch«, so Wegel.

Auch wenn der ACE sich zuversichtlich zeigt, dass die E-Mobilität Fahrt aufgenommen und wahrscheinlich bis zum Jahr 2030 zum europaweit zentralen Antriebskonzept für lokal emissionsfreie Mobilität aufsteigen wird, so bleiben doch erhebliche Zweifel, ob dieses Ziel erreicht werden kann. Dies zeigten auch die aktuellen Zahlen aus dem Kreis Gießen. Hier stehen die Auswirkungen des Wegfalls der E-Prämie für Fahrzeuge noch bevor.

4900 E-Autos im Kreis zugelassen

Wie Kreis-Pressereferentin Manuela Jung dazu auf Anfrage mitteilte, waren zum 31. März dieses Jahres im Landkreis 192 258 Fahrzeuge zugelassen, davon 4900 Elektroautos. 381 E-Autos kamen im ersten Quartal neu hinzu.

Im vergangenen Jahren wurden demgegenüber 1150 E-Fahrzeuge und 2022 immerhin 912 E-Autos neu zugelassen. Jung verweist bei den Zahlen darauf, dass dies »nur ein grober Richtwert ist«. Aufgrund fehlender Auswertungsmöglichkeiten könnten hier keine Details abgebildet werden. Der ACE-Check, bei dem auch die Geodaten der Objekte festgehalten werden, soll nach Auswertung in jedem Fall darüber Auskunft geben, ob längere Distanzen durchgehend ohne große Probleme und Wartezeiten einhergehend mit hohen Erholungswerten zurückgelegt werden können.

Wie sich jedoch bereits bei der ersten Bestandsaufnahme im Gespräch zeigte, fehlen dafür Rahmenbedingungen. Und dieser bedürfe es, wenn die E-Mobilität an Attraktivität gewinnen soll.

Hier seien auch die Kommunen und Kreise in der Pflicht ihren Beitrag zu leisten, etwa durch weitere Tankstellen für E-Fahrzeuge auch im ländlichen Raum. Denn gerade in diesem gebe es doch noch erhebliche Lücken.

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