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Kritik eines Elternbeirates am Bürgermeister

Gießener Anzeiger, 10. Dezember 2021

»Uns sind die Hände gebunden«

Bürgermeister König reagiert auf Kritik eines Elternbeirates – 17 Stellen fehlen im Kita-Bereich

Linden (twi). »Wir tun alles, das sich diese Situation in irgendeiner Kita SymbolWeise verbessert. Das ist wirklich sehr sehr schwer«, zeigte sich Fachbereichsleiter Zentrale Dienste/Finanzen und damit auch für die Kitaverwaltung in Linden zuständige Florian Jochim mit der aktuellen Situation selbst unzufrieden.

Doch ändern kann er nur wenig, wie er in einem Pressegespräch mit Bürgermeister Jörg König und der für die Kita-Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Simone Müller während eines Pressegesprächs zur aktuellen Situation in der städtischen Kindertagesstätte Obergasse in Großen-Linden einräumte.

Der Elternbeirat hatte sich mit einem Beschwerdebrief an den Magistrat und die Fraktionsvorsitzenden in Linden gewandt und die aus ihrer Sicht unzumutbare Betreuungssituation in der Kindertagesstätte aufmerksam zu machen (der Anzeiger berichtete).

Am Donnerstag ab es dazu noch ein Gespräch mit dem Elternbeirat. Die Stadtverwaltung schilderte aus ihrer Sicht einen Tag zuvor die Situation und räumte ein, dass die Kommunikation mit den Eltern besser hätte laufen können. Jochim will jetzt regelmäßig an den Sitzungen des Elternbeirats teilnehmen, »damit solche Problemlagen nicht mehr so hochkochen«.

Bürgermeister Jörg König betonte, dass die Stadt im Kitabereich besser aufgestellt sei, als von den Eltern subjektiv dargestellt. »Wir haben Problemlagen, die wir uns nicht ausgesucht haben«, verwies er auf den hohen Krankenstand in der Obergasse. In der Kita sind von elf Mitarbeitern fünf erkrankt. Entgegen des Vorwurfs des Elternbeirats, das 3,5 Stellen unbesetzt seien, verwiesen König und Jochim auf zwei Stellen, die unbesetzt sind. Insgesamt sind es in den sechs städtischen Lindener Kitas 17.

Klar sei die Situation für Eltern unbefriedigend, wenn Mitarbeiter ausfallen. Klar sei aber auch, das Krankheit und Kinderbetreuung nicht zusammenpassen. Neben der unglücklichen Kommunikation machte Jochim aber auch auf ein aktuelles Problem aufmerksam. »Fast stündlich bekommen wir hier neue Verordnungen von Behörden, die eingearbeitet werden müssen. »Dies ist hier ein Reagieren und kein Agieren, und wir müssen dies umsetzen. Wir haben hier in der Stadt das Problem steigender Inzidenzen. Der Gesetzgeber steht für einen Regelbetrieb, und wir tun so als gebe es diese Inzidenzen nicht. Wir haben hier eine Fürsorgepflicht für unsere Kita-Mitarbeiter.« Aus diesem Grund habe sich Magistrat mit dem Thema beschäftigt und eine freiwillige Notfallbetreuung vorgeschlagen. »Dies war keine Pflicht sondern eine freiwillige Anfrage von uns an die Eltern. Wir möchten das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten«, sagt Jochim. »Wenn von elf Personen fünf krank sind, welche Firma kann mit 50 Prozent noch funktionieren? Da muss der Geschäftsbetrieb angepasst werden, da sind uns die Hände gebunden «, unterstrich der Fachdienstleiter. Die Stadt würde über alle Plattformen nach Erziehern suchen.

»Ich verstehe die Seite der Eltern und habe dafür volles Verständnis, doch stoßen wir auf Grenzen, die uns auch nicht passen«, sei doch der Markt an Erziehern leergefegt und das Tarifrecht stehe einer besseren Besoldung bei der Suche entgegen. Auch wenn aktuell kostenloses Obst und Mineralwasser den Mitarbeitern geboten werden komme es in erster Linie auf die Vergütung an.

Allerdings werde die aktuelle Situation in den Kitas – und dies gelte für alle, nicht nur in Linden – sich noch verschärfen. Die offene Betreuung, in der die Kinder die Gruppen wechseln können, wurde jetzt vom Sozialministerium verboten.

Ob und welcher Höhe die Stadt wie im vergangenen Jahr den Eltern finanziell entgegenkomme, wenn sie ihre Kinder Zuhause betreuten, müsse noch geklärt werden.

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