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Parksituation in der Hauptstraße

Gießener Anzeiger, 23. März 2020

Ärger in der Hauptstraße

Anwohner in Leihgestern unzufrieden mit neuen Parkmarkierungen / 255 Unterschriften gesammelt

Von Thomas Wißner

LEIHGESTERN. 255 Unterschriften hat Mario Biletic gemeinsam mit einigen Mitstreitern von den Anwohnern der Hauptstraße gesammelt, um die alte Parksituation in der Hauptdurchgangsstraße wiederherzustellen. Die Unterschriftenlisten liegen Bürgermeister Jörg König bereits vor. An sich sollte am Montag ein Termin stattfinden, der jedoch wegen der Pandemie abgesagt wurde.

Hauptstraße Parksituation

Dem Stadtoberhaupt sind, obwohl er oberster Chef der Ordnungsbehörde ist, die Hände gebunden, da es sich um eine Landesstraße (L 3129) handelt. Wie König auf Anfrage mitteilte, habe Hessen Mobil darauf bestanden, dass die gesamte Hauptstraße gleich behandelt wird und nicht im vorderen Bereich in gekennzeichneten Flächen und im mittleren Bereich "wie Kraut und Rüben" geparkt werden darf.
Eskaliert sei die Parksituation in der Hauptstraße im Bereich Kirchstraße bis Johannes-Heß-Straße seit Februar, nachdem Ende Januar eine Bürgerversammlung für die Anwohner und Eigentümer auf Einladung der Stadt stattfand. Und in dieser sollen zwei Anwohner König dazu aufgefordert haben, dass auch in diesem Bereich bei Parkvergehen "durchgegriffen" werden soll, denn die Stadt würde hier nichts machen.

Knöllchen-Regen

Wie Biletic und betroffene Anwohner im Gespräch mit dieser Zeitung schildern, wurde "in einer Nacht- und Nebelaktion" auf der Straßenseite mit ungeraden Hausnummern in Höhe der Ausfahrt der ehemaligen Gaststätte Adler (Pizzeria Toscana) mit Beginn der 50-Stundenkilometer-Zone das Verkehrszeichen 315 angebracht, welches das Parken auf dem Gehweg erlaubt und dies mit dem Hinweis "Parken in gekennzeichneten Flächen erlaubt" versehen. Zudem wurden auf dieser Seite zwei Parkmarkierungen vor den Häusern Nummer 33 und 35 aufgetragen. Seitdem wird rigoros mit Knöllchen gegen die Parksünder vorgegangen.

Im Rathaus stellte sich schnell heraus, dass es sich bei den ertappten Parksündern fast ausnahmslos um Anwohner handelt. Sie bemängeln, dass durch die Kennzeichnung der Parkflächen sieben Parkplätze auf dieser Seite weggefallen seien. "Vorher gab es hier nie irgendwelche Vorkommnisse oder Beschwerden. Viele Anwohner sind nicht Eigentümer der Immobilie und dürfen daher nicht im Hof parken."

Ziel der Unterschriftenaktion ist es, die Stadt zum Entfernen der provisorischen Parkmarkierungen zu bewegen und die Herstellung des langjährigen Gewohnheitszustandes wieder herzustellen und die verhängten "Knöllchen" wieder zurückzunehmen.

Hauptproblem der Anwohner waren in der Vergangenheit nicht die Knöllchen, sondern abgefahrene Spiegel und zerstochene Reifen. Doch auch dieses Problem bestehe weiter, berichten die Bürger im Gespräch. Hier kam es erst kürzlich wieder im vorderen Bereich (Johannes-Heß-Straße bis Ringstraße) wieder zu einem abgefahrenen Spiegel. Der Verursacher hinterließ dem Geschädigten falsche Angaben.

In diesem Bereich hatte König im September 2018 mit der Markierung von elf Parkplätzen einen Verkehrsversuch in Abstimmung zwischen Stadt, Hessen Mobil und der Polizei gestartet, weil vor allem wegen "Martinis Hof-Café" die Parksituation teilweise eskalierte und nicht nur die Anwohner hier auf die Barrikaden gegangen waren. In der Dezembersitzung der Stadtverordnetenversammlung hatte König den Verkehrsversuch im oberen Bereich der Hauptstraße in Richtung Ortsausgang für "abgeschlossen" erklärt und auf die Frage des Grünen-Fraktionsvorsitzenden Dr. Christof Schütz wie es denn nun weiter geht geantwortet, dass nach den Weihnachtsferien eine erneute Anliegerversammlung für den Bereich durchgeführt werden soll, um mit den Anwohnern die gemachten Erfahrungen zu diskutieren.

Auf den Mitte vergangenen Jahres erweiterten Verkehrsversuch durch weitere Markierungen zwischen der Hausnummer 33 und der Johannes-Heß-Straße war König nicht eingegangen. In diesem Bereich der Hauptstraße zwischen Kirch- und Johannes-Heß-Straße konnten nur auf der Straßenseite mit den ungeraden Hausnummern Markierungen aufgetragen werden, weil auf der Straßenseite mit den geraden Hausnummern der Bürgersteig hierfür zu schmal ist. Zudem ist zwischen der Kirchstraße und der Johannes-Heß-Straße im vorderen Bereich bis zu den Hausnummern 23 und 38 ein Parken in Parkbuchten möglich. Eine Beschilderung aus Richtung Johannes-Heß-Straße in Richtung Gießener-Straße mit Parkhinweisen erfolgte nicht, monieren die Anlieger. "Wir wünschen uns auch eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 Stundenkilometer im gesamten Bereich der Hauptstraße", sagt Biletic.

"Vorher hatten wir Probleme, jetzt haben wir andere Probleme", fasst König die aktuelle Situation zusammen und moniert, dass es vor allem das "Parken vor der eigenen Haustür" ist, das hier nicht mehr praktiziert werden kann. "Es kommt vor, dass die Parkbuchten auf der Seite mit den geraden Hausnummern vor der Krone frei sind und auf der anderen Seite auf dem Bürgersteig geparkt wird, wo es nicht sein darf." Dies hat König selbst beobachtet.

Von verstärkten Kontrollen durch den Hilfspolizisten will König bis zur Klärung mit Hessen Mobil erst einmal absehen. "Allerdings wird auch hier weiter kontrolliert", so das Stadtoberhaupt. Seitens Hessen Mobil bittet Sonja Lecher um Verständnis, dass aufgrund der aktuellen Corona-Vorsichtsmaßnahmen der Termin in dieser Woche abgesagt wurde. Hessen Mobil werde in diesem Fall von der Stadt als Straßenbaubehörde angehört, weil es sich um eine Landesstraße handelt. "Darüber hinaus ist das Thema Parken innerorts allerdings ein städtisches und straßenverkehrsbehördliches Thema", stellt Lecher klar.

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