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Was kostet das Viadukt Linden?

Gießener Anzeiger, 24. Juli 2019

Eisernes Schweigen

Wer zahlt was in welcher Höhe nach dem Bahnviaduktbau? / Streit zwischen Bahn und Linden in Sicht

LINDEN. Was ist los mit dem neuen Bahnviadukt zwischen dem Gewerbegebiet Lückebachtal und dem Forst in Linden? Der Verkehr fließt wieder, aber wie steht es mit den Finanzen, wer zahlt was in welcher Höhe? Darüber könnte ein Streit entbrannt sein.

Viadukt 2019 07Es muss etwas im Argen liegen, denn sowohl bei der Deutschen Bahn als auch im Lindener Rathaus hüllt man sich auf Anfrage des Anzeigers in Schweigen. Konkret befragt, stellte Bürgermeister Jörg König zunächst erfreut fest, „das Viadukt steht erst einmal“, und versicherte auch mit einem Augenzwinkern „an Brutto und Netto liegt es nicht“. Er weist damit daraufhin, dass es in der Stadt Gießen im vergangenen Jahr zu einer verteuernden Verwechslung kam.

König will mehr zur Angelegenheit eigentlich nicht sagen, bevor er nicht die städtischen Gremien, sprich das Parlament, darüber informiert hat. Dieses tritt erst im September zu seiner nächsten Sitzung zusammen und bis dahin „wissen wir mehr, wenn wir alles endgeprüft haben“, so das Stadtoberhaupt. Und auch die Deutsche Bahn teilte auf Anfrage zu Lindens Baumaßnahme des Jahres 2018 durch eine Sprecherin das Gleiche mit: „Dazu können wir keine Stellungnahmeabgeben“. Eine solche Aussage lässt viel offen. Laut König gibt es bisher seitens der Bahn „noch keine Endabrechnung“.

Im vergangenen Jahr war die Unterführung auf zwei Fahrstreifen plus einseitigem Gehweg auf 7,50 Meter lichte Weite erweitert worden. Und weil bei dieser notwendigen Sanierungsmaßnahme nicht eine 1:1-Sanierung, wie etwa im benachbarten Lang-Göns, erfolgte, sondern die Stadt den Wunsch einer Verbreiterung hatte, hatte sich diese auch in einem Vertrag mit der Bahn dazu verpflichtet, die hierfür anfallenden Kosten zu übernehmen.

Zu Lasten der Bahn geht die im Zuge der Sanierungsmaßnahme erfolgte Verkleinerung der Gleisfläche, die auf zwei von einst drei Gleisen zurückgeführt wurde. Die Gesamtkosten der Maßnahme wurden mit rund 3,9 Millionen Euro veranschlagt, wobei das Land Hessen bereits im Oktober 2017 einen Zuschuss von rund 430 000 Euro zugesichert hatte. Allerdings hieß es damals aus dem Hessischen Verkehrsministerium auch, dass dieser Zuschuss für die Aufweitung der Bahnunterführung bestimmt sei, weil „geplant ist, im Anschluss eine Verbindung zur Landesstraße 3130 (Gießener Straße von Leihgestern zum Mühlberg) zu schaffen, um die Ortsdurchfahrt von Großen-Linden vom Schwerverkehr zu entlasten“.

Von diesem Vorhaben hat man länger nichts mehr gehört. Dafür gibt es Ärger mit den Landwirten im Bereich, und auch die Käufer von Grundstücken im Neubaugebiet „Nördlich Breiter Weg“ würden sich wohl keinesfalls darüber freuen, wenn zukünftig an ihren Häusern der Schwerlastverkehr vorbeigeführt werden soll.

Bei einem Ortstermin der Lindener CDU hatte sich König noch sehr optimistisch geäußert, dass letztendlich die Stadt lediglich 250 000 Euro zu zahlen habe. Eingerechnet waren hier schon jene avisierten 1,45 Millionen Euro von der Deutschen Bahn als Ablöse. Zu diesem Zeitpunkt hatte König jedoch noch keinerlei Kenntnisse über „Nachträge“, die seitens der Bahn geltend gemacht werden. Darüber munkelt man derzeit in politischen Kreisen. Um was es sich hier genau handeln könnte, war nicht in Erfahrung zu bringen, da sich die Vertragspartner in bedeutsames Schweigen hüllen. Die Frage, ob der Stadt mehr Kosten entstehen könnte, wollte König nicht weiter kommentieren.

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