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Grube Fernie

Gießener Anzeiger, 17. Januar 2017

Eigentümer drohen mit Schließung

Privatweg an der Grube Fernie bald nicht mehr begehbar? / Sondersitzung der Stadtverordneten am kommenden Samstag

Von Thomas Wißner

LINDEN. Es war das Thema, das die Bürgermeisterwahl 2018 prägte: die Grube Fernie. Jetzt hat Grube Fernie Wegsich der Angelsportverein (ASV), als Pächter des Gewässers, an die Parlamentarier gewandt, und auch jene 13 Grundstückseigentümer auf der Südseite des Sees wollen die Situation so nicht mehr hinnehmen und drohen mit der Schließung des Privatwegs. Dann wäre die von so vielen Bürgern geschätzte Idylle und Seenähe beendet – und die Besucher auch selbst Schuld daran. Schilder werden ignoriert, Hunde frei laufen gelassen, Fahrradfahrer nutzen den Rundweg zur Rennstrecke und gefährden Fußgänger – und der Privatweg wird einfach beschritten, Hinterlassen-schaften von Hunden vor Eingangstüren belassen, Müll in die Landschaft, auf die Grundstücke und in den See geworfen. Bei dem „Wilhelm-Schlosser-Weg“ handelt es sich um einen Privatweg, sämtliche angrenzenden Grundstückseigentümer haben einen Zugang bis zum Gewässer und werden dafür auch von der Stadt mittels Grundsteuer zu Kasse gebeten. Diese hatte zu Zeiten von Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz ein sogenanntes „Gentleman Agreement“ mit den Eigentümern geschlossen, den Weg offengelassen und im Gegenzug eine jährliche Spende an die städtischen Kindergärten versprochen. Doch daran will sich keiner mehr erinnern, gibt es nichts Schriftliches, und so fühlen sich einige der Grundstückseigentümer nicht mehr an ihre Zusagen gebunden und wollen den Weg schließen, sprich ihr Eigentum komplett nutzen. Der ASV als Pächter und Verantwortlicher des Gewässers hat in 50 Jahren rund 20 000 Arbeitsstunden für die Entstehung, die Sauberkeit und den Erhalt der Grube Fernie als Naherholungsgebiet geleistet. Obwohl die Angler auf zunehmend verständnislose Besucher und Hundebesitzer eingegangen seien, gebe es seit gut zehn Jahren immer heftigere Anfeindungen, auch über soziale Medien. ASV-Vorsitzender Jens Wolfram: „Erst nach der Einführung der Leinenpflicht für Hunde und der Teileinzäunung des Uferbereiches im Westen hat sich das Gewässer wieder erholt.“ Deshalb stelle sich für die Angler die Frage, weshalb „nun also ohne wirkliche Erforderlichkeit ein weiteres Viertel des Ufergeländes aus der Nutzung herausgenommen und alleine der Tierwelt vorbehalten werden soll? Und warum soll dies gerade an einer Stelle erfolgen, die aus unserer Sicht von der Geländestruktur dafür überhaupt nicht geeignet ist?“ Dabei spiele das Angeln keine Rolle in diesen Bereichen. Allerdings macht auch Wolfram deutlich, dass der ASV „nicht grundsätzlich gegen eine Wegeverlegung ist. Sie sollte dann aber auch sinnvoll sein sowie den geschützten Arten einen wirklichen Mehrwert bieten“. Auch sollte es den Anglern weiterhin möglich sein, alle Bereiche zu erreichen, denn im Pachtvertrag habe sich der Verein zur Pflege des Gewässers und des Fischbestandes verpflichtet. Am kommenden Samstag um 11 Uhr gibt es eine Sondersitzung der Stadtverordneten vor Ort. Holger Brusius (Hessen-Forst Forstamt Wettenberg) wird nochmals die Maßnahme erläutern, die in der Sitzung des Bauausschusses am 30. Januar beraten und besprochen werden soll.

Bereits im Juni hatten bei Enthaltung der CDU-Parlamentarier das Vierer- Bündnis mit SPD/FW/Grüne/FDP dem Magistrat einen Planungsauftrag für eine neue Wegführung und Besucherlenkung im FFH-Gebiet Grube Fernie beauftragt.

In Zusammenarbeit mit dem Lindener Nabu hat Dr. Jochen Karl (Staufenberg) einen Plan zur neuen Weglenkung skizziert, die durch den Parlamentsantrag auf den Weg gebracht wurde. Dieser würden 45 Bäume und Sträucher zum Opfer fallen, wenn 135 Meter des 1,1 Kilometer langen Rundwegs um den See entfallen. Einen Weg direkt am See würde es auf der Nordseite nicht mehr geben, eine Anhöhe mit Blick auf den See soll geschaffen werden.

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