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Viadukt wieder offen

Gießener Anzeiger, 21. Dezember 2018

Viadukt in Linden wieder offen

Freie Fahrt aus dem Lückebachtal in den Forst / Erste Lkw-Lenker versuchten bereits, den Feldweg geradeaus Richtung Gießener Straße in Leihgestern zu fahren

GROSSEN-LINDEN (ee). Seit Freitagmorgen rollt der Verkehr wieder durchs Bahnviadukt Sudetenstraße/ Mittelweg/ Nikolaus-Otto-Straße/ Zufahrt Forst. 179 Tage war die Durchfahrt aufgrund der Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten an dem 96 Jahre alten Bahnviadukt gesperrt. Auch wenn es einen solchen Titel offiziell nicht gibt, so war dies „Lindens Baustelle des Jahres 2018“. Wohl keine Baumaßnahme lockte so viele Besucher an wie diese. Und auch politisch hat sie einiges bewegt, was zuvor undenkbar war.

Viakukt neuBereits im März war mit der Baufeldfreimachung und der Baustellen-einrichtung für die Baumaßnahme begonnen worden. Im Vorfeld hatte die Baumaßnahme mit zwei Fahrstreifen plus einseitigem Gehweg (7,50 Meter lichte Weite) bereits für tiefe Gräben und Veränderungen in der Lindener Kommunalpolitik gesorgt. Im Nachgang zur Bürgermeisterwahl 2012 und der Kommunalwahl 2016 zerbrach die über 35-jährige Koalition zwischen CDU und Freien Wählern unter anderem an diesem Thema.

Lindens Parlamentarier hatten bereits im Dezember 2015 den Weg frei gemacht und mehrheitlich für eine Kostenbeteiligung aufgrund der Erweiterung durch die Stadt votiert. Hier kommt noch einiges an Kosten auf die Stadt zu, die aufgrund der sich abzeichnenden höheren Baukosten einen eigenen Bausachverständigen beauftragt und zur Baustelle der Bahn beordert hatte. Die Ergebnisse und Zahlen dürften Lindens Parlamentarier 2019 beschäftigen. Als städtische Bauhofmitarbeiter gerade damit beschäftigt waren, unmittelbar nach der Freigabe provisorische Beschilderungen, wie etwa ein Durchfahrtverbotszeichen für Lkws aufzustellen, da versuchten bereits die ersten Fahrzeuge aus Richtung Großen-Linden einfach geradeaus zu fahren, das heißt den Feldweg bis zur Gießener Straße zu nutzen. Dieser ist aber auch nach den Sanierungsarbeiten am Bahnviadukt keinesfalls als Straße ausgebaut worden und wird auch nicht als eine solche ausgebaut, weil hier ein Renaturierungsgebiet und weitere Naturschutzmaßnahmen diesem Einhalt gebieten.

Die ersten aufsehenerregenden Bauarbeiten erfolgten zurzeit der Kirmes in Großen-Linden, als während einer 23 Stunden umfassenden Sperrung der Main-Weser-Bahn zwischen Gießen und Friedberg fast 60 etwas über 19 Meter lange Spundwände in den Boden gerammt wurden. Allein zwölf wurden zwischen die Gleise eingerammt. Der Ton der mobilen Ramme, die mit acht Tonnen Gewicht auf die Spundwände hämmerte, klang wie das Aufschlagen eines Schmiedehammers auf den Amboss. Der Einbau der Spundwände war nicht nur notwendig, um die Baustelle wasserdicht zu machen, sondern auch um die 16,80 Meter langen, das alte Bauwerk überspannende Hilfsbrücke aufzulegen. Die Spundwände wurden dabei als Stütze der Hilfsbrücke genutzt, sodass der Zugbetrieb normal verlaufen konnte. Diese Spundwände sind auch im Erdreich verblieben.

Der spektakulärste Bauabschnitt fand dann Anfang September statt, als der 1000 Tonnen schwere Unterführungskubus, der auf Leihgesterner Gemarkung in vier Monaten errichtet wurde, über eine 42 Meter lange Strecke an seine angestammte Stelle unter der Main-Weser-Bahn gezogen wurde. In dieser Woche fanden dann die Asphaltierungsarbeiten statt, wobei noch am Donnerstag die letzte Schicht aufgetragen und die Fahrbahn dann am Freitagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben wurde. Im Zuge der Sanierungsarbeiten erfolgte auf Wunsch der Stadt eine Aufweitung um 2,50 Meter auf zwei Fahrstreifen plus einseitigem Gehweg (7,50 Meter lichte Weite). Die Kosten für die Baumaßnahme belaufen sich nach ersten Hochrechnungen auf rund 3,9 Millionen Euro. Während die Bahn die Kosten für die reine Sanierung im seitherigen Zustand übernimmt, trägt die Stadt die Kosten für die von ihr gewünschte Aufweitung.

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