Solarpark
Ein Drittel der 8500 Solarmodule bereits installiert
CDU und Freie Wähler schauen sich im Solarpark „Auf dem Bruch“ um - Fertigstellung noch im Dezember erwartet
(ee). „Da haben wir etwas, was richtungsweisend ist, auf den Weg gebracht“, freute sich Bürgermeister Dr. Ulrich Lenz beim Besuch des Solarparks „Auf dem Bruch“. Gemeinsam mit den Freien Wählern (FW) hatte der CDU-Stadtverband im Rahmen seiner Informationsreihe „Die Lindener CDU - immer vor Ort“ zur Besichtigung des im Bau befindlichen Solarparks eingeladen. Seit dem ersten Spatenstich am 27. Oktober habe der Bau auch angesichts des herrlichen Herbstwetters rasche Fortschritte gemacht. Nachdem die Halterungen für die 8500 Solar-Module errichtet wurden, werde nun mit der Installation dieser begonnen. Ein Drittel der Module sitze bereits und sei verkabelt. „Wir liegen derzeit rund 14 Tage vor der Planung und, wenn der Trafo vorher geliefert wird, dann kann die Anlage bereits vor dem ursprünglich vorgesehenen 22. Dezember ans Netz gehen.
Lenz ging noch einmal auf die Entstehung ein und ging auch auf einstige Bedenken von Kleinlindenern ein. Die Stadt und der heimische Energieversorger Ovag errichten die Anlage (der Anzeiger berichtete). „Eine solche Anlage so schnell installiert zu bekommen, wird kaum sonst gelingen“, so das Stadtoberhaupt. 3,9 Millionen Euro an Baukosten werden von der Stadt, der Ovag Energie AG und über Bürgerbeteiligungen aufgebracht. „Wir beziehen Pacht aus der Bereitstellung des Grundstücks, ein Entgelt für eine Bürgschaft und beziehen aus der Produktion bei einer 20-jährigen Laufzeit insgesamt 1,5 bis zwei Millionen Euro für die Stadt.“
Bei einem ersten Rundgang berichtete ein Mitarbeiter der für den Bau der Anlage verantwortlichen Fachfirma, dass noch während der Errichtung der Umzäunung Unbekannte den Zaun durchschnitten, obwohl zehn Meter weiter noch eine Lücke war, und Kabel im Wert von 400 Euro entwendeten. Bei einem Rundgang wurde die Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem viereinhalb Hektar großen Areal in Augenschein genommen. Die Anlage soll eine installierte Gesamtleistung von rund zwei Megawatt aufweisen.
Lenz meinte, dass die Stadt mit dieser Anlage auch bei Bürgern und Unternehmen indirekt für umweltgerechte Ressourcenschonung geworben habe, da als Nebeneffekt auf immer mehr Dächern in Linden Anlagen zur Energie- und Wärmegewinnung installiert würden. „Schauen Sie sich einmal im Lückebachtal um, wie viele Firmen dort bereits eine Anlage auf dem Dach haben.“
Gießener Anzeiger, 23.11.2011


